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Nach einem Bericht der
Wirtschaftswoche plant Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich den Aufbau einer "Bundes-Cloud", die strengen Sicherheitsvorschriften unterliegen und sich damit auch zum Speichern vertraulicher Dokumente eignen soll. Friedrich will dadurch die Cloud-Dienste für Regierung, Behörden und Unternehmen attraktiver machen.
Bereits mehrfach hat sich die Regierung in den vergangenen Wochen mit der Telekom-Tochter T-Systems und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an einem Tisch gesetzt, um eine Lösung zu erarbeiten. Laut dem Bericht der Wirtschaftswoche soll das BSI nun exakte Schutzprofile erstellen.
Durch diese Schutzprofile soll es dem BSI in Zukunft möglich sein auch Anbieter von Cloud-Speicherlösungen zu zertifizieren. Dies hat den Vorteil, dass Unternehmen sofort auf den ersten Blick feststellen können, ob ein Anbieter den staatlichen Sicherheitsempfehlungen Folge leistet oder nicht.
Viele Firmen meiden momentan die Cloud, da bislang viele Anbieter von Cloud-Speicher in den USA beheimatet sind. Die dortigen Antiterrorgesetze verpflichten die Anbieter, den Behörden im Bedarfsfall Zugriff auf die Daten ihrer Kunden zu gewähren, auch wenn die Kunden aus Europa kommen. Sollte ein solcher Cloud-Service in Deutschland starten, wären die Daten vor derartigen Zugriffen geschützt.